Heimat
im Porzellanladen


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Letzte Schritte auf dem Weg zum Heimatmuseum


Erste Schritte zu einem Heimatmuseum für St.Tönis

Heinrich. J. Thelen im Heimatbrief Nr. 151

Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung am 16. Januar 2004 konnte der Vor­sitzende allen anwesenden Mitgliedern und Gästen von einem Vorhaben berichten, von dem viele Mitglieder schon lange geträumt hatten und das schon häufig Gegenstand von Diskussionen im Vorstand gewesen ist: Ein Haus für ein später einzurichtendes Heimatmuseum zu erwerben.
 
Da die finanzielle Si­tuation des Landes und der Kommunen sich in den letzten Jahren immer mehr verschlech­tert hatte, war an ein Überlassen eines sol­chen Objektes durch die Stadt nicht mehr zu denken. Also hielten die Mitglieder des Vorstandes Augen und Ohren offen, um bei even­tuell angebotenen Objekten zu prüfen, ob denn dieses Angebot passend und vor allem mach­bar sein könnte. Die hervorragende Kassenlage unserer Gemeinschaft versetzte den Vor­stand in die Lage, nunmehr nicht mehr nur zu träumen, sondern ernsthaft zu überlegen, ob ein solcher Schritt, der für den Heimatbund in seiner bisherigen Geschichte einmalig wäre, verantwortet und durchgeführt werden könn­te.

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Im Herbst des Jahres 2003 wurde dann ein Objekt angeboten, das auf den ersten Blick wie geschaffen schien: „Porzellan Dahmen“, ein den meisten St. Tönisern bekanntes Geschäftshaus aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts mit einer Adresse, die für ein St. Töniser Heimatmuseum nicht passender sein konnte: „Antoniusstraße 6“.

Nun begann für den Vorstand eine Zeit mit vie­len Aktivitäten: Besichtigung des Hauses, Gesprächstermin mit den jetzigen Eigentümern, dem Ehepaar Runge, Prüfung der finan­ziellen Situation, Vorgespräche mit einem No­tar, um die rechtliche Sicherheit zu gewährlei­sten, Gespräche mit Fachleuten, was alles zu bedenken sei vor einem so wichtigen Schritt, Auflistung der jährlichen Folgekosten wie Steu­ern und Versicherung usw. Erst als man sich im Vorstand einigermaßen sicher war, dass man es verantworten könnte, trug man das Vorhaben in der Mitgliederversammlung vor, um auch dort die Meinung der Mitglieder zu erfahren. Als dann diese Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit dem Vor­stand zustimmte und den Rücken stärkte, ver­einbarte man mit den Eigentümern vor dem Notar ein Kaufangebot, nachdem man in mehreren Sitzungen unter der Leitung von Günter Wolfs einen fairen Preis ausgehandelt hatte, damit nicht noch ein anderer Interessent im letzten Augenblick alles vereiteln würde.
 
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung (siehe Bild unten) stimmte dann eine große Zahl ver­sammelter Mitglieder in der Aula der Hauptschule Kirchenfeld einstimmig dem Vorhaben zu, zu einem Preis von 140.000 Euro den Kaufvertrag zu unterschreiben, und in einer zwei­ten Abstimmung zeigte sich die Versammlung einverstanden, dass im Bedarfsfall der Vor­stand legitimiert sei, eine eventuelle Restsumme von vielleicht 40.000 Euro zu finanzieren.

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Etwa 90.000 Euro stehen der Gemeinschaft zur Verfügung, einige Sponsoren wie die Spar­kasse Krefeld, die Volksbank Krefeld und die Stadtwerke Tönisvorst (inzwischen auch Städtereinigung Gehrke, Tönisvorst) hatten ihre Un­terstützung schon grundsätzlich zugesagt und waren mit bei dieser Versammlung anwesend, und außerdem erhofften sich alle Mitglieder mit dem Vorstand aus der Tatsache, dass die endgültige Übernahme des Hauses mit allen Verpflichtungen erst im Januar 2006 erfolgen würde, noch eine Reihe von weiteren Spendern und Unterstützungen, so dass im gün­stigsten Fall nur noch wenig oder vielleicht sogar nichts mehr finanziert werden müsste. Auch die von den engagierten Mitgliedern gestellten Fragen zur Bausubstanz, zu Folgekosten, zu Sicherheits- und Rechtsfragen konnten zur Zufriedenheit aller beantwortet werden, da sich der Vorstand im Vorfeld dieser Versammlung zu den meisten Fragen selbst mit Fachleuten beraten hatte. Ratschläge von Mitgliedern, die in den letzten Jahren entweder privat oder mit anderen Vereinen und Gemeinschaften in ähnlichen Situationen gestanden hatten, wurden notiert und für die kommenden Uberlegungen und Planungen zu den bereits vorhandenen Dokumenten hinzu­gefügt. So war am Ende der Mitgliederversammlung eine begeisterte Zustimmung zu dem geplanten Projekt zu verspüren und ich bin sicher, dass der Vorstand auf die weitere Unterstützung der Mitglieder sowohl in ideeller als auch finanzieller Hinsicht bauen kann. Die zu diesem Thema eingegangenen Zuschriften unserer Mitglieder aus aller Welt un­terstützen diese euphorische und zuversicht­liche Meinung: Alle freuen sich auf dieses „Mu­seum“ und sind voll gespannter Erwartung auf .den Beginn des Jahres 2006.

 
Bis zu diesem Zeitpunkt Anfang Januar 2006 bleibt das Haus im Besitz der Familie Runge, und Herr Jacobs führt seinen im Ort bekannten Porzellan-Laden bis dahin weiter wie bisher. So sind erste Schritte zur Verwirklichung ei­nes Traumes für die Mitglieder des Heimatbundes erfolgreich getan worden in dem Bewusstsein, hier etwas für die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils St.Tönis nach 2006 zu schaffen, was allen Besuchern der geplan­ten Ausstellungen, über die im Einzelnen man sich später erst Gedanken machen wird, Freude bereiten soll und Dinge und Ereignisse aus der Geschichte des Ortes, von Gebäuden und Personen, von geschichtlichen Epochen usw., in Erinnerung rufen soll.
 
Doch bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, und wie schon angemerkt, brauchen wir noch einige Unterstützungen, um das Angefange­ne zu vollenden und später Vitrinen und Aus­lagen zur Verfügung zu haben, in denen Do­kumente und Objekte ausgestellt werden kön­nen.
 
Am Ende der Versammlung am 26. Februar 2004 haben etliche anwesende Mitglieder spontan ihrer Begeisterung über den Gedan­ken und den Verlauf der Sitzung Ausdruck ver­liehen, indem sie sich in eine Spenderliste ein­getragen haben. So kamen an diesem Abend unmittelbar nach der Zustimmung der Mitglie­der zu diesem Vorhaben bereits 1000 EURO zusammen. Dafür allen Spendern herzlichen Dank! Wir hoffen, noch viele solcher Unterstützungen sammeln zu können, um bis zum Januar 2006 das vollenden zu können, was zu Be­ginn des Jahres 2004 so begeistert aufge­nommen und angefangen wurde.
 
Für alle, die zu der außerordentlichen Mitgliederversammlung nicht kommen konnten, hier einige Informationen zum geplanten Objekt:
 
Das „Haus Dahmen“ ist ein Fachwerkhaus mit einer im klassischen Stil verputzten Front. Es ist bekannt als traditionelles Geschäftshaus „Porzellan Dahmen“ mit den damaligen Eigentümern Nelly und Jakob Dahmen.
Im Erdgeschoss ist auch weiterhin bis zur endgültigen Übergabe ein Porzellangeschäft, das von Herrn Jacobs geführt wird. Dieser etwa 100 qm große Geschäftsraum soll später der große Ausstellungsraum des Heimatmuseums werden.
Im Obergeschoss ist auch für die nächsten Jahre noch eine Wohnung vermietet, dazu gehören auch einige kleinere Räume im Dachgeschoss. Das gesamte In­nere des Hauses ist 1999 renoviert worden, von den meisten Fußböden bis zur Heizungsanlage. Fachleute haben mit uns die Räume besichtigt und uns versichert, dass bei der Übernahme Januar 2006 voraussichtlich kei­ne größeren Maßnahmen in Sachen Bausubstanz notwendig werden.

So bleibt uns eine Zeit von nunmehr noch etwa 20 Monaten, um möglichst viele Helfer zu finden, die uns dabei unterstützen, die Finanzierung einer Restsumme von etwa 40.000 EURO zu bewälti­gen. Fleißige Helfer werden in der nächsten Zeit unterwegs sein, um mit dem Verkauf von „Bausteinen“ und anderen Maßnahmen diese Sum­me möglichst schrumpfen zu lassen.
Der Vorstand hat in seiner Maisitzung be­schlossen, bei den zukünftigen Stadtfesten und anderen Gelegenheiten auf der Marktstraße in der Nähe der Heimatbundstube jeweils präsent zu sein, um die Mitglieder des Heimatbundes, alle Bürgerinnen und Bürger von St.Tönis und Interessenten über den neuesten Stand der Entwicklungen zu infor­mieren und für weitere Unterstützung zu wer­ben.
 
Wenn auch Sie helfen wollen, liebe Lese­rinnen und Leser, dass dieses Vorhaben zur Freude aller verwirklicht werden kann, schreiben Sie uns, rufen oder sprechen Sie uns an!




    Letzte Schritte auf dem Weg zum Heimatmuseum
- einem Heimathaus für alle St.Töniser 

Heinrich. J. Thelen im Heimatbrief Nr. 154

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Mir ist es so, als hätten die Überlegungen, Versammlungen, Diskussionen, Prüfungen und das gegenseitige Mut-machen und Überzeugen, um das Projekt „Heimatmuseum“ überhaupt zu wagen, gerade erst vor Wochen stattgefunden. Statt dessen ist die Zeit, die damals vor uns lag und uns anfangen ließ, „weil wir ja mehr als ein ganzes Jahr Zeit hatten zur Vorbereitung“, nunmehr fast vorbei. Vieles konnten wir in die Wege leiten und schaffen: Gespräche mit den Hauseigentümern, mit Politik und Verwaltung, Verhandlungen und Verträge beim Notar, Prüfungen, wie das Ganze denn finanziert werden sollte, Diskussion und Abstimmung mit der Mitgliederversammlung, Beratungen mit möglichen Sponsoren, Vor­stellen der Pläne in der Öffentlichkeit, Spendenaufrufe usw. ...

Viele Institutionen, Firmen und Privatpersonen, Mitglieder des Heimatbundes und Freunde und Gönner haben auf unsere Vorstellung und Werbung um Unterstützung reagiert und so zahl­reich gespendet, dass die Summe, die nun am Ende des Jahres 2005 als Restdarlehen aufge­nommen werden muss, auf etwa 20.000 EUR geschmolzen ist.

Allen Spendern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt! Ohne diese Unterstützung wären wir in unseren Vorbereitungen nicht so weit gekommen. Wir hoffen auf weitere Unterstützung: Rufen oder sprechen Sie uns an! Jede Spende ist willkommen und bedeutet einen weiteren Baustein für das Heimathaus für alle St. Töniser Bürgerinnen und Bürger.

Inzwischen ist für die Restfinanzierung mit Fachleuten ein Plan aufgestellt worden, der allen Beteiligten im Vorstand und im Ausschuss „Heimatmuseum“ als machbar erschien.

Natürlich läuft unsere Werbung um Unterstützung weiter, zum Beispiel war der Heimatbund auf dem Weihnachtsmarkt wieder mit einem Glühweinstand vor der Heimatbundstube in der Marktstraße präsent. Hier konnten weiterhin Spenden abgegeben und alte Heimatbriefe und Heimatbücher erworben werden. Der Glühwein wurde praktischerweise gleich in unserem neuen Werbebecher angeboten, den wieder Werner Lessenich, in Fortsetzung des Vorjahres-Modells, entworfen hat und der in Hinblick auf eine geplante dritte Version für den Herbst 2006 inzwischen schon fast zu einem Sammelobjekt geworden ist. Der Reinerlös ist wieder ein Bau­stein für unser „Heimatmuseum“, ein Heimathaus für alle Bürgerinnen und Bürger, in dem in wechselnden Ausstellungen zu verschiedenen Themen immer wieder Gäste aus fern und nah erwartet werden.

Inzwischen hat sich der Ausschuss „Heimatmuseum“ in den Geschäftsräumen des Hauses „Porzellan Dahmen“, das bis Ende Februar 2006 noch von dem jetzigen Geschäftsinhaber, dem Ehepaar Jacobs, gemietet ist, umgesehen und festgestellt, was alles in den Monaten nach Erwerb des Hauses vorbereitet und verändert werden muss, bis dann voraussichtlich im Herbst 2006 die Eröffnungsveranstaltung sein wird. Hier sind noch viele fleißige Helfer notwen­dig, von Schreiner- und Malerarbeiten angefangen bis hin zu Elektro- und Sanitärinstallationen.

Sollten aus dem Kreis der Leserschaft unserer Heimatbriefe handwerklich begabte Mitglieder oder Förderer des Heimatbundes bei diesen vorbereitenden Arbeiten mitmachen wollen, so mögen diese sich bitte bei den Vorstandsmitgliedern melden. Nähere Auskünfte können auch jeweils mittwochs in der Zeit von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der Heimatbundstube, Marktstraße 9, eingeholt werden. Kommen Sie zu uns, rufen Sie uns an! Wir freuen uns über jeden Helfer! Bei Besuchen in den Museen der umliegenden Nachbarorte wurden die Mitglieder des Ausschusses bestätigt in ihrem Gedanken, den großen Ausstellungsraum für wechselnde Ausstellungen mit unterschiedlichen Themen zu planen. Wir sind uns selbstverständlich klar darüber, dass dieses Vorhaben auch ein großes Maß an Logistik bedeutet, muss doch immer wieder leer geräumt und neu bestückt werden. Auch hier werden wir die Hilfe und Unterstützung von Mitgliedern und Freunden des Heimatbundes benötigen. Tragen Sie sich bitte in unsere „Helferliste“ ein.

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