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Wasserturm


Folge 22 - Heimatbrief 150 - Dezember 2003

Zugegeben: die Unterschiede zwischen den Ansichten in dieser 22. Folge sind nicht so spektakulär, wie wir es von den meisten vorangegangenen Motiven gewohnt sind. Das liegt zum einen am verhältnismäßig jugendlichen Alter des Objekts, dessen 75. Geburtstag wir im nächsten Jahr feiern können und zum anderen an seiner - wie man neidlos zugeben muss - zeitlosen Schönheit.

Wasserturm

Wie auch immer. In unserer Serie darf der Wasserturm natürlich nicht fehlen. Schließlich ist er neben Pfarrkirche und Mühle eines der Wahrzeichen von St. Tönis. Und noch dazu eines, das diese Bezeichnung ganz besonders verdient.
Für unsere Vorfahren hatte der Bau zweifellos eine weitreichende Bedeutung. War er doch die Voraussetzung dafür, dass die jahrhundertealte Förderung unseres wichtigsten Lebensmittels per Handpumpe durch die wesentlich bequemere und hygienischere zentrale Wasserversorgung ersetzt werden konnte.
Aber noch etwas anderes war den Verantwortlichen damals wichtig und dies verleiht dem Turm bis heute Symbolcharakter. Bürgermeister Dr. Mauss sprach es bei der Grundsteinlegung am 12. Juli 1929 an: "Gerade in diesen Tagen ist der Schlussstein gelegt worden zu einem Werk, welches Monate lang die Gemüter erregt hat. Galt es doch, unsere Selbständigkeit zu bewahren". Gemeint waren die erst kurz zuvor abgewehrten Eingemeindungswünsche der Krefelder Nachbarn.

Wasserturm

Schnell noch ein paar Daten zu den Bildern. Die beiden schwarz/weiß Ansichtskarten stammen wohl aus den frühen 60er Jahren. Im Hochformat festgehalten wurde der Turm auf der ersten Karte von Foto Remagen, gedruckt und verlegt von der Firma Döhne/Nachfolger, St.Tönis. Die zweite Karte ist eine Co-Produktion des Krapohl-Verlages mit der Firma Christine Kleinbylen. Und das Foto unten entstand an einem sonnigen Novembertag 2003 vom Neubaugebiet Blaumeisenweg aus.

Wasserturm 2003

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