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Antoniuszentrum

Folge 6 - Heimatbrief Nr. 134 - November 1995
Im September wurde nach 3jähriger Neu- und Umbauphase unser neues Seniorenheim eingeweiht. Anlaß genug zur Suche nach einem passsenden Motiv in unserer Ansichtskarten-Sammlung, die dann auch mit gleich vier Exemplaren belohnt wurde. Allerdings sind je zwei davon fast identisch. Die älteren beiden Karten unterscheiden sich lediglich in der Tatsache, daß eine schwarz/weiß und die andere coloriert ist.

"Von Streuffmühle aus gesehen", mit dieser handschriftlichen Erläuterung ging letztere am 23.8.1914, wenige Tage nach dem Ausbruch des I. Weltkrieges, per Feldpost von St.Tönis an einen Matrosen auf S.M.S (Seiner Majestät Schiff) "Nassau". Sie eröfffnet uns einen Blick ortseinwärts in die Kempener Straße (heute Gelderner Straße) und auf das Gebäude rechts im Vordergrund, daß 1845 als Armen-, Waisen- und Krankenhaus errichtet wurde. Ab 1912 - als das Krankenhaus am Hospitalplatz fertig war - nutzte man es im vollen Umfang als Altersheim und um ziemlich genau diese Zeit ist wohl auch die Aufnahme gemacht worden.

Die zweite Ansichtskarte, von der es eine sehr ähnliche "Zwillingskarte" gibt, ist kurz nach der Fertigstellung des "neuen" Altersheims herausgekommen. Das direkt hinter dem alten Gebäude errichtete Haus wurde 1966 fertiggestellt. Danach wurde der an der Straßenfront liegende Altbau abgerissen. Dadurch erklärt sich auch der relativ breite "Vorgarten".

Die Bausubstanz des jetzigen Seniorenheims besteht zu großen Teilen aus dem 1966 errichteten Heim. Völlig neu ist der Trakt im Hintergrund des im Oktober d.J. aufgenommenen Fotos. Zu seiner Realisierung bezog man den Friedrichplatz als Baugrund mit ein.

Sicher betrachtet auch der Hl.Antonius das neue Heim mit Wohlwollen, schließlich gab er von Anfang an bis heute den St.Töniser Altenheimen seinen Namen.


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